Fachtagung Jugendgewalt 2020

An unserer 11. Schweizer Fachtagung leuchten wir Aspekte der Haltungen zu Jugendgewalt durch kompetente Fachleute in Form von Impulsreferaten aus.
 

Jugendliche im öffentlichen Raum und im Binnenraum zwischen Idylle und Gewalt - Der Forschungsstand

- Jugend und öffentlicher Raum: Wie sind wir aufgestellt – eine vorläufige Bilanz
- Jugend im familiären Raum: Chancen und Risiken
- Stichwort Messer und Loverboys: Gefährdungen oder Mythen
- Aktuelle Herausforderungen für die Prävention: Wo sollten wir unbedingt ansetzen?

Dirk Baier, Prof. Dr., Leiter Institut Delinquenz & Kriminalprävention ZHAW Zürich Arbeits- und Forschungsschwerpunkte, Spezialkenntnisse in Jugendkriminalität, Gewaltkriminalität, Extremismus und Methoden der empirischen Sozialforschung, zahlreiche Veröffentlichungen u. A.: Wie extrem ist die Schweizer Jugend, eine nationale Befragung und Gewalt in der Familie

 

Aggression, Autismus, ADHS und Co bei Kindern und Jugendlichen - Wie gehen wir als Gesellschaft mit (Teilleistungs-)Störungen bei um?

- Der wissenschaftliche Forschungsstand: Wo stehen wir da in der Schweiz?
- Fallen und Stolpersteine für Behörden, Schulen und zugewandte Orte
- Welche protektiven Faktoren können diese Störungen reduzieren?
- Ausblick: Was kommt (noch) auf uns zu?

Katja Iseli, Dr. phil., Psychologin, Fachpsychologin in Notfallpsychologie SBAP, HR KKW Leibstadt, Präventionsmanagerin Stalking und Intimpartnergewalt sowie Gewalt gegen Kinder. Forschungsschwerpunkt: Gewalt im schulischen Kontext und beim Fussball. Hat ein ganzheitliches Modell zur Gewaltprävention an Schulen erarbeitet. Gleichzeitig spezialisiert auf Teilleistungsstörungen.

 

Wo stehen wir in der Schweiz 2020 bei Radikalisierungen von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen – ein vorläufiger Überblick

- Radikalisierte RückkehrerInnen: Gesicherte Erkenntnisse
- Rechts- und Linksextremismen: Wo stehen wir da heute?
- Zur Rolle von Städten und Gemeinden in dieser Thematik
- Wie können Fach- und Bezugspersonen solche Radikalisierungen frühzeitig erkennen?
- Grundsätzliches: Gibt es empfehlenswerte Projekte?

Miryam Eser Davolio, Prof. Dr.: ZHAW Soziale Arbeit, Institut für Vielfalt und gesellschaftliche Teilhabe, Arbeits- und Forschungsschwerpunkte: Rechtsextremismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit, Jugendgewalt und Jugenddelinquenz, Jihadistische Radikalisierung, Migration und Integration, Sozialarbeiterische Beratung (Sozialhilfe).

 

Wir reden immer von TäterInnen, wie geht es eigentlichen jugendlichen Opfern? - Die andere Perspektive

- Die Gesetzeslage bei Kindern und Jugendlichen: Chancen und Risiken?
- Involvierte Stellen: Möglichkeiten und Grenzen der Zusammenarbeit
- Erwachsene, die als Jugendliche Opfer wurden
- Präventionsarbeit?

Peter Rüegger, Dr. iur., arbeitete sieben Jahre als Bezirksanwalt (heute Staatsanwalt) in Zürich und leitete danach während 15 Jahren eine Ermittlungseinheit bei der Stadtpolizei Zürich zur Verfolgung von Straftaten gegen die physische, psychische und sexuelle Integrität von Erwachsenen und Kindern. Zudem baute er das Bedrohungsmanagement auf. Peter Rüegger ist Mitherausgeber des Handbuchs sexualisierte Gewalt und ist heute in einer Anwaltskanzlei als Rechtsberater für Opfer und Geschädigte tätig.

 

Sick Style: Welcome to the World of Sadness -
Zur Ästhetisierung von psychischem Leiden Jugendlicher im Internet

- Digital Natives inszenieren ihre Traurigkeit und Krankheit zunehmend im Internet
- Ein verändertes Bewusstsein für eines der letzten gesellschaftlichen Tabus?
- Digitale Leidenskulturen zwischen Meditations-Apps und Mediensucht
- Selbstinszenierungen als Ersatztherapie: Was sagen die Jugendlichen?
- Was gibt es für neue Trends und wie sollen wir ihnen begegnen

Angel Rose Schmocker, Trendforscherin, Masterarbeit ZHdAK zu Sick Style. An der Schnittstelle digitaler Transformation, dem neuen Megatrend Gesundheit und unserer wachsenden Individualisierung, werden erste Einblicke zu einem Thema vermittelt, welches auch in Zukunft extrem an Bedeutung gewinnen wird.

 

Umgang mit psychotischen, suizidalen oder depressiven Jugendlichen - Kritische Situationen mit psychisch instabilen Jugendlichen verstehen und bewältigen

- Basiswissen über Wahrnehmung
- Denk- und Verhaltensweisen von psychisch instabilen Kindern und Jugendlichen
- Erkrankungen mit ihren jeweiligen Dilemmata verstehen
- Zugeschnittene Gesprächstechniken kennenlernen
- Herstellen einer konstruktiven und sicheren Arbeitsbeziehung
- Handlungsempfehlungen und Ausblick

Philipp Horn, Dr., ist Diplom-Psychologe und Psychoanalytiker, hat eine Praxis in München und als Organisationsberater im Bereich Management Coaching und Führen in Krisen tätig. Darüber hinaus berät Philipp Horn Unternehmen und Organisationen in komplexen Sicherheits- und Bedrohungslagen sowie exponierten Personen zum Verhalten in Extremsituationen.

 

 

Anmeldung

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